Inklusion

Integration

7 August 2017

Warum liegt mir Integration besonders am Herzen?

Jede fünfte Person in Deutschland hat einen Migrationshintergrund – mehr als je zuvor. Diese Menschen tun unserem Land gut. Wichtig ist ihre Bereitschaft, sich in unserem Land einzuleben, unsere Werte anzuerkennen und Teil unserer Gesellschaft sein zu wollen. Genauso wichtig ist aber auch, dass wir sie willkommen heißen und beim Ankommen unterstützen.

Wir reden viel zu oft über Zahlen statt über Menschen. Dabei verbirgt sich hinter jeder dieser Zahlen ein Mensch mit Wünschen, Träumen und Plänen für die Zukunft. Ich will, dass alle Menschen in diesem Land die Chance haben, ihr Leben besser zu machen.

Was habe ich mit der SPD bereits erreicht?

Für die SPD sind Migration und Integration schon lange wichtige Themen. Wir wollen eine Gesellschaft, die alle Menschen willkommen heißt. Wir wissen, dass Integration nicht funktionieren kann, wenn man alles einfach nur laufen lässt. Beide Seiten müssen sich bemühen.

Bei der ersten Generation der sogenannten „Gastarbeiter“ in den 1960er-Jahren sind wir noch davon ausgegangen, dass diese Menschen tatsächlich nur als Gäste da sind – und später wieder in ihre Heimatländer zurückkehren würden. Das war falsch und hat sich auch auf die nachfolgenden Integrationsbemühungen ausgewirkt.

Diesen Fehler sollten wir nicht wiederholen. Einige Menschen, die in den vergangenen Monaten und Jahren zu uns gekommen sind, werden in ihre Heimatländer zurückkehren. Andere werden aber auch bleiben und hier eine neue Heimat finden. Deshalb müssen wir alle so früh wie möglich in unsere Gesellschaft integrieren.

Wir wollen, dass sich alle Menschen bei uns zu Hause fühlen. Dazu gehört auch die Möglichkeit der deutschen Staatsbürgerschaft. Deswegen haben wir durchgesetzt, dass die Optionspflicht für junge Menschen wegfällt. Niemand, der hier aufgewachsen ist und sich als Deutsche oder Deutscher fühlt, soll sich für nur eine Staatsbürgerschaft entscheiden müssen.

Was habe ich noch vor?

Wir brauchen ein transparentes und verständliches Einwanderungsgesetz, das regelt, wer nach Deutschland einwandern kann und wer nicht. Wir müssen den Menschen, die zu uns kommen wollen, legale Optionen aufzeigen, die über das bisherige Asylrecht hinausgehen.

Wenn ich an Integration und an eine weltoffene Gesellschaft denke, fallen mir die Bilder vom Münchener Hauptbahnhof ein, als 2015 tausende Flüchtlinge herzlich begrüßt wurden. Mit Essen, mit Getränken und mit Stofftieren.

Es gibt aber genug Bilder, die genau das Gegenteil zeigen. Die zeigen, dass es immer noch Menschen gibt, die Abschottung und Isolation für eine gute Idee halten und die sich vor einer angeblichen „Überfremdung“ fürchten. Oder Menschen aus anderen Ländern, die sich jeglicher Integration verweigern.

Die Lösungen sind nicht immer einfach, aber ich bleibe bei meinem Engagement für eine offene und menschliche Gesellschaft.

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