Digitalisierung

Chancengerechtigkeit

7 August 2017

Warum liegt mir Bildung besonders am Herzen?

Ich war immer eine gute Schülerin. Trotzdem empfahl mich meine Lehrerin nach der 5. Klasse nur für die Realschule. Meine Mutter war alleinerziehend und ich ein Mädchen. Das reichte als Grund.

Das empfinde ich bis heute als Ungerechtigkeit. Durch die Bildungsreformen der SPD hatte ich dann doch die Möglichkeit, mein Abitur zu machen. Das war ein großes Glück. So konnte ich studieren und den Beruf wählen, der mir Freude macht.

Ich will nicht, dass Kinder und Jugendliche ähnliche Erfahrungen machen wie ich. Der Zugang zu Bildungschancen darf von nichts anderem abhängen als vom eigenen Talent und der Lust am Lernen.

Was habe ich mit der SPD bereits erreicht?

Bildung ist eine nationale Aufgabe. Deshalb kämpfe ich im Bundestag für die Abschaffung des Kooperationsverbots, damit Bund und Länder Bildung gemeinsam finanzieren können.

Trotz dieses Verbots haben wir in den vergangenen Jahren einiges erreicht. Zum Beispiel die Finanzierung des BAföG durch den Bund, damit den Ländern mehr Geld für Kitas, Schulen und Hochschulen bleibt. Oder 3,5 Milliarden Euro für die Sanierung von Schulen und Sporthallen, mehr als 4 Milliarden Euro für Krippen und Kitas und 10 Milliarden Euro für den Hochschulpakt. Es ist ein Verdienst der SPD, dass so mehr als 18 Milliarden Euro Bundesmittel für Bildung ausgegeben wurden

Was habe ich noch vor?

Viel. Noch viel zu häufig entscheidet die soziale Herkunft über den Bildungserfolg. Das kann und darf so nicht bleiben. Wir brauchen gut ausgebildete Menschen für unsere Gesellschaft, unsere Wirtschaft und unser Land.

Deshalb lässt es mir keine Ruhe, dass 50.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen. Das sind Steine auf ihrem weiteren Lebensweg, die oft nie ganz beseitigt werden können.

Wir müssen daher alle Hürden auf dem Weg zu Bildungsangeboten beseitigen. Dazu gehören neben der Gebührenfreiheit aller Bildungsangebote auch mehr Investitionen in die Lehrerausbildung und kleinere Klassen.

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