Für eine gute Kindertagesbetreuung in…

Zum Pflegenotstand – Was ändert sich wann? Podiumsdiskussion im Itertalklinik Seniorenzentrum

31 Oktober 2018

Am Dienstag hatte das Itertalklinik Seniorenzentrum in Walheim zu einer hochkarätig besetzten Podiumsdiskussion eingeladen. Mehr als 100 Gäste folgten der Einladung und erlebten eine spannende Diskussion zum großen Thema Pflege. Neben Ulla Schmidt (SPD) und Andreas Westerfellhaus, dem Pflegebevollmächtigten der Bundesregierung, diskutierten Bernd Claßen von der Regionaldirektion der AOK Rheinland/Hamburg sowie Christoph M. Kösters und Zeljko Turkalj vom Iterthalklinik Seniorenzentrum über den Pflegenotstand. In der Alten- und Krankenpflege sind ca. 35.000 Stellen für Fachkräfte und Helfer offen und viele Pflegekräfte sind in ihrer täglichen Arbeit überlastet, besonders wegen der hohen Arbeitsverdichtung. Gleichzeitig brauchen immer mehr Menschen professionelle Pflege, ambulant zu Hause, aber auch immer mehr stationär in den Pflegeheimen.

Im Mittelpunkt der Diskussion standen daher die Fragen nach der Qualität in der Pflege, nach der Gewinnung von Fachkräften im In- und Ausland und was im Besonderen auch die Politik tun kann, um die Rahmenbedingungen hier zu verbessern. Auch die Leiharbeit in der Pflege nimmt zu. Vermehrt sehen Fachkräfte hier für sich bessere Arbeitsbedingungen als in einer Festanstellung. Das ist als eine Reaktion auf den Pflegenotstand verständlich, kann aber nicht die Lösung sein. Die Gewinnung neuer Pflegekräfte ist deshalb auch eines der wichtigsten Ziele der aktuellen Legislaturperiode.

Mit der „Konzertierten Aktion Pflege“ haben Familienministerin Franziska Giffey (SPD), Arbeitsminister Hubertus Heil (SPD) und Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) im Juli einen ersten wichtigen Schritt gemacht. Bis zum Sommer 2019 werden die Pläne für attraktivere Arbeitsbedingungen in der Pflege vorliegen. Besonders bedarf es einer besseren Bezahlung der Arbeit und verbesserter Aus- und Weiterbildungsbedingungen. Die Finanzierung von 13.000 zusätzlichen Stellen in der stationären Altenpflege durch den Bund ist ein Schritt in die richtige Richtung; nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die bereits im letzten Jahr auf den Weg gebrachte Pflegeberufereform ist ein weiterer Baustein zur Überwindung des Pflegenotstands.

Es wurde klar, dass es den einen Weg heraus aus dem Pflegenotstand nicht gibt. Alle Beteiligten müssen gemeinsam handeln: die Politik, die Arbeitgeber und die Gewerkschaften, die Kirchen und Wohlfahrtsverbände, die Krankenkassen und die Betroffenenvertretungen. Pflege ist eine der größten Herausforderungen für unsere Gesellschaft.

Lachen für den Guten Zweck…