SPD begrüßt Start der Vertrauensstelle…

Musterklage gegen VW startet

17 Oktober 2018

Wichtige Nachricht für alle getäuschten VW-Diesel-Käufer: Ab 1. November tritt das neue Gesetz für Musterverfahren in Kraft. Die erste Klage wird vom Verbraucherzentrale Bundesverband in Kooperation mit dem ADAC gegen VW geführt.

Hierzu erklärt die Aachener SPD-Bundestagsabgeordnete Ulla Schmidt: Die SPD hat durchgesetzt, dass Verbraucherinnen und Verbraucher künftig nicht mehr als Einzelkämpfer vor Gericht allein den Konzernen gegenüber stehen. Es bekommt Recht, wer Recht hat und das ohne Prozessrisiko. Ich freue mich, dass die Verabschiedung des Gesetzes so rechtzeitig erfolgt ist, dass der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) in Kooperation mit dem ADAC die Klage im Sinne der getäuschten VW-Diesel-Käufer am 1. November einreichen wird und somit eine drohende Verjährung der Ansprüche gestoppt wird.“

Verbraucherinnen und Verbraucher können sich kostenlos im Klageregister beim Bundesamt für Justiz zum Musterverfahren anmelden. Geht ein Musterverfahren verloren, trägt der klagende Verband das Kostenrisiko, nicht der Verbraucher. Verliert das verklagte Unternehmen, ist es an die Feststellungen im Urteil gebunden. Mit diesem Musterurteil in der Tasche kann der Verbraucher einfach seine Schadenersatzansprüche geltend machen, ggf. einklagen. Für einen solchen zweiten Prozess besteht dann kein Kostenrisiko, weil für diesen Verbraucher im Musterprozess die Voraussetzungen seiner Ansprüche festgestellt wurden.

„Weil getäuschte VW-Diesel-Käufer über das Musterverfahren Schadenersatz für Hardware-Nachrüstungen erlangen können, ist das Verfahren auch ein Beitrag, um Fahrverbote zu vermeiden“, so Schmidt abschließend.

Friedensnobelpreismedaille von Anti-Atomwaffen-Kampagne ICAN im…