Ulla Schmidt unterstützt ehrenamtlich Engagierte…

Wir brauchen einen gesellschaftlichen Aufschrei!

30 August 2018

Mit dem Slogan „Die Welt zu Gast bei Freunden“ haben wir die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland nicht nur beworben sondern mit einem bunten und internationalen Fest gelebt. Kaum 12 Jahr später erleben wir, dass die Jagd auf Menschen, das öffentliche Zeigen des Hitlergrußes, die Verherrlichung von Gewalt und einer menschenverachtenden Diktatur wieder möglich sind.

Sie sind nicht nur wieder möglich, es gibt sogar einen Vorsitzenden einer Bundespartei, der zugleich Vorsitzender einer Fraktion des Deutschen Bundestages und dem Grundgesetz in besonderer Weise verpflichtet ist, der die Geschehnisse in Chemnitz als normale Reaktion sieht und dies öffentlich verbreiten lässt. Es macht mich fassungslos und wütend.

Es ist Zeit für einen gesellschaftlichen Aufschrei der Vernunft. Für die Ausübung von Gewalt gibt es keine Entschuldigung oder Rechtfertigung. Dabei ist es völlig egal, von wem die Straftaten begangen werden, sie sind zu bestrafen und zwar auf dem Wege des rechtsstaatlichen Gerichtsverfahrens. Der Rechtsstaat und seine Organe müssen gestärkt werden, damit die grundgesetzlich verankerte Würde des Menschen gewahrt und durchgesetzt wird.

Wir alle müssen in Vereinen, Beiräten, im Büro oder in der Werkhalle, im Bus oder in der Bahn, auf Festen und Versammlung dem aufkommenden Nationalismus entgegen- und für ein MITEINANDER eintreten. Ich freue mich über das für heute angekündigte Gratiskonzert „Wir sind mehr“ mit den Toten Hosen, Feine Sahne Fischfilet, K.I.Z., Kraftklub, Marteria, Casper, Nura und Tretmann in Chemnitz. Es ist gibt den Demokratinnen und Demokraten eine Stimme.

Wo ist das Deutschland in dem „Die Welt zu Gast bei Freunden“ war?

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