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Ulla Schmidt zu Besuch in Südafrika

26 Februar 2015

Mein Besuch in Südafrika in der vergangenen Woche war mein vierter – und gleichzeitig der erste in meiner Funktion als Vizepräsidentin des Deutschen Bundestags. Dass die Reise zum Zeitpunkt der Parlamentseröffnung in Kapstadt stattfindet, habe ich mir deshalb ausdrücklich gewünscht: Die Beziehungen zwischen den Parlamenten unserer beiden Länder bieten aus meiner Sicht Raum für intensiveren Austausch. (Link zur Rede im Rahmen des Empfangs des deutschen Botschafters aus Anlass der Parlamentseröffnung http://www.southafrica.diplo.de/Vertretung/suedafrika/en/__pr/Speeches-Freitag/2015/02-18-Ulla-Schmidt.html)

Ich habe meine Kollegin Dagmar Freitag als Vorsitzende der SADC-Parlamentariergruppe bei uns im Bundestag eingeladen, mich zu begleiten. Gemeinsam haben wir an die Gespräche angeknüpft, die unser Außenminister Frank-Walter Steinmeier anlässlich der deutsch-südafrikanischen binationalen Kommission vor drei Monaten in Pretoria und Johannesburg geführt hat. Dagmar Freitag war seinerzeit ebenfalls dabei. Wir wollten nun unsere Kontakte mit Vertreterinnen und Vertretern von Regierung, Opposition und Zivilgesellschaft vertiefen. Denn Südafrika ist für uns so etwas wie das Tor zum gesamten Kontinent, um es mit den Worten unseres Außenministers zu sagen. Ein wichtiger Staat, der eine wichtige Rolle spielt in den internationalen Beziehungen, in den Vereinten Nationen, als G20-Mitglied und als BRICS-Staat – insofern ein Meinungsbildner in den internationalen Beziehungen.

Gerade weil Südafrika in den letzten 20 Jahren bereits viel geschafft hat, prallen die erste und die dritte Welt in Südafrika wie sonst kaum irgendwo aufeinander. Spitzenleistungen in Medizin, Forschung und industrieller Entwicklung stehen auf der anderen Seite Armut, Bildungsmangel und minimaler Gesundheitsversorgung gegenüber. Deshalb habe ich mich sehr über die vielen Projekte gefreut, in denen oft mit hohem persönlichem Engagement einzelner Menschen und oft in gemeinsamen deutsch/europäisch-südafrikanischen Projekten trotz der schwierigen ökonomischen Lage Südafrikas intensiv an Veränderungen gearbeitet wird. Besonders bemerkenswert finde ich, wie viele junge Deutsche ihre Ideen und Tatkraft als Freiwillige in Programmen wie weltwärts, in einem Sabbatjahr oder auch bei kürzeren Aufenthalten von einigen Wochen z. B. als Coach für Fußball oder Leichtathletik vor Ort einbringen! So eröffnen sich benachteiligten Kindern aus schwierigen Lagen über das Instrument Sport Chancen auf berufliche Bildung ein selbstbestimmteres Leben.

Mehr Informationen zum Programm der Reise in den Fotos und Berichten unter https://de-de.facebook.com/ullafueraachen

Bildunterschrift: Ulla Schmidt, MdB und Botschafter Dr. Freitag im Rahmen des Empfangs zur Parlamentseröffnung in Kapstadt

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