Neuer Schwung für die Auswärtige…

Vizepräsidentinnen des Bundestages nehmen Unterschriften zum Schutz aller von Gewalt betroffenen Frauen entgegen: Kampagne „Schwere Wege leicht machen“

14 März 2014

Schutz aller von Gewalt betroffenen Frauen: Die Vizepräsidentinnen des Deutschen Bundestags Edelgard Bulmahn, Petra Pau und Ulla Schmidt nahmen am gestrigen Donnerstag, 13. März 2014, um 13.30 Uhr Unterschriften des Aktionsbündnisses der Kampagne „Schwere Wege leicht machen“ entgegen. Gewalt ist für Frauen leider allzu oft eine alltägliche Erfahrung, sei es zu Hause, am Arbeitsplatz, in der Öffentlichkeit oder im Internet. Die Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) hat soeben eine vielbeachtete Studie zu diesem Thema veröffentlicht.

Ihr liegt die weltweit größte jemals durchgeführte Erhebung zu Gewalt gegen Frauen zugrunde. Knapp 35 Prozent aller Frauen über 15 Jahren in der EU haben demnach bereits physische oder sexuelle Gewalt erlebt. In Deutschland liegt der Anteil zwar leicht darunter, dennoch hat ein Drittel aller Frauen auch hierzulande bereits physische oder sexuelle Gewalt erlebt. Gemessen an der Anzahl von Frauen, die aufgrund von Gewalt medizinische Einrichtungen aufsuchten, nahmen jedoch vergleichsweise wenige Frauen in solchen Fällen Kontakt zu Opferschutzeinrichtungen oder Frauenhäusern auf. Der Studie zufolge spielen dabei eine Reihe von Faktoren eine Rolle. So könne dies auch davon abhängen, in welcher Region eines Landes eine Frau lebt, und von den Ressourcen, die diesen Organisationen zur Verfügung stehen und deren Leistungsmöglichkeiten beeinflussen.

„Frauenhäuser unbürokratisch, bedarfsgerecht und verlässlich finanzieren – zum Schutz aller von Gewalt betroffenen Frauen“ ist das wesentliche Ziel der Kampagne „Schwere Wege leicht machen“. Getragen wird diese Kampagne gemeinsam von den autonomen und den verbandlichen Frauenhäusern in Deutschland. Zum Abschluss der Kampagne, die am 8. März 2013, dem Internationalen Frauentag, begonnen hat, übergab das Aktionsbündnis die im Rahmen der Kampagne gesammelten Unterschriften gestern den weiblichen Mitgliedern des Bundestagspräsidiums.

Die Unterschriften werden nun an den federführenden Ausschuss für Familie, Senioren, Frauen und Jugend weitergeleitet, damit das wesentliche Ziel der Kampagne, die Frauenhäuser unbürokratisch, bedarfsgerecht und verlässlich zu finanzieren, in die politische Willensbildung einfließen und von den Fraktionen bei der Gesetzgebung berücksichtigt werden kann.

Eine Zusammenfassung der erwähnte Studie der Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (FRA) in deutscher Sprache finden Sie unter folgendem Link:

Gewalt gegen Frauen: eine EU-weite Erhebung. Ergebnisse auf einen Blick

Quelle: Deutscher Bundestag

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